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Los 1180Pighius, Albertus
Controversiarum praecipuarum
Auktion 127
Zuschlag
120€ (US$ 136)
Pighius, Albertus. Controversiarum praecipuarum in comitijs Ratisponensibus tractatarum, et quibus nunc potissimum exagitatur Christi fides et religio, diligens, et luculenta explicatio. 4 nn., 283 num. Bl. 16,5 x 10,5 cm. Flexibles Pergament vom Ende des 17. Jh. (leicht angestaubt und gewellt, kleine Wurmspur auf dem Vorderumschlag, vom Block gelöst) mit hs. RTitel. Paris, C. Guillard, 1549.
STC 351. Jöcher III, 1562. Vgl. Adams P 1183 (Ausgabe 1542). – Spätere Ausgabe. Autor ist der niederländische römisch-katholische Theologe Albertus Pighius (1490-1542), ein "bekannter Widersacher Lutheri[s] ... Er war ein grosser Verfechter des römischen Stuhls, behauptete, daß Kayser und Könige auch in weltlichen Dingen ihre Gewalt vom Pabste hätten, und von demselben abgesetzt werden könnten" (Jöcher). – Titel im oberen Rand mit hs. Besitzvermerk. Gering gebräunt. Mit gestochenem Exlibris.
Los 1181Pighius, Albertus
Hierarchiae ecclesiasticae assertio
Auktion 127
Nachverkaufspreis
1.200€(US$ 1,364)
Im einstigen Kettenband der Franziskaner-Bibliothek zu Bad Tölz
Pighius, Albertus. Hierarchiae ecclesiasticae assertio. 8 nn., 344 num. Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 30 x 20 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken mit weißem Papier überklebt und mit 2 hs. RSchildern, kleinem Bibliotheksschildchen, etwas beschabt und bestoßen, VDeckel mit abgeriebenem älteren Titelschild) über schweren, abgefasten Holzdeckeln mit 2 intakten punzierten und ziselierten Messingschließen). Köln, Johannes Birckmann, 1558.
VD16 P 2756. ADB XXVI, 125f. Jöcher III, 1563. – Fünfte Kölner Ausgabe der wichtigen "Kirchenhierarchie" des Albert Pigge, latinisiert zu Albertus Pighius, der zwischen 1490 und 1542 nachweisbar ist und als aus Kampen stammender katholischer Theologe u. a. unter dem berühmten Adrian Florisz. an der Universität zu Löwen studiert hatte. Neben seinen theologischen Studien befasste er sich vor allem mit Mathematik und Astronomie: "Papst Paul III. ließ sich von ihm in der Mathematik unterweisen und verlieh ihm als Anerkennung dafür 1535 die Propstei von St. Johann zu Utrecht nebst einer bedeutenden Geldsumme. Dennoch gerieth er, infolge eines langwierigen und kostspieligen Processes mit dem Utrechter Magistrat, wobei es sich um die herrschaftlichen Rechte seiner Propstei handelte, in finanzielle Bedrängniß. Nicht nur als Mathematiker und Astronom, sondern auch als Vertheidiger des katholischen Glaubens und besonders der kirchlichen Hierarchie, hatte er große Verdienste. Seine Hauptarbeit auf diesem Gebiete ist die 'Hierarchie ecclesiasticae assertio', welche zu Köln 1538, 1544, 1558 und 1572 in einem Folioband erschien und vom englischen Theologen John Leland in seiner 'Amphilarchia in Alb. Pighium' widerlegt worden ist."
Pigge selbst hatte sich in seinem Paul III. gewidmeten Werk vehement gegen die Abkehrung Heinrichs VIII. von der katholischen Kirche und dem Papstum gewandt, auch kämpfte er gegen die lutherische Glaubenslehre als einer der frühen Vertreter der sich formierenden Gegenreformation. – Stellenweise papierbedingt etwas gebräunt, Fol. 11-119 etwas braunfleckig, Fol. 57 mit Stempel, die letzten vier Blätter mit Tintenfleck im Rand. – Vorgebunden: Clemens Alexandrinus. Opera, quae quidem extant opera. Gentiano Herveto interprete. 3 nn., 162 num., 6 nn. Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. Basel, (Isengrin), 1556. - VD16 C 4069. Übersetzung der Werke des östlichen Kirchenvaters Clemens von Alexandria (150-215) durch den französischen Humanisten Gentien Hervet (1490-1884) aus dem Griechischen ins Lateinische. - Titel mit altem hs. Besitzvermerk und Stempel. Titel und das folgende Blatt im unteren Drittel etwas wurmstichig, mit minimalstem Buchstabenverlust. Text anfangs mit einem kleine Wurmloch. Fols. 31 und 12 gestempelt, sowie der obere Schnitt mit Monogramm. - In bemerkenswert festem Einband, gutes Exemplar aus der aufgelassenen Franziskanerbibliothek zu Bad Tölz. Der hs. (durchgestrichene) Vermerk lautet "Monasterij ad S. S. Franciscanos pro Bibl. Tölzius". Der Band gehört also zu den wenigen, die die Zerstörung der Bibliothek im Zuge der Säkularisation 1802 überstanden und im Handel kursierend bewahrt werden konnten.
Der bemerkenswert schöne Einband mit reicher Blindprägung zeigt eine Erlöserrolle mit König David bis zu Christus mit Kreuz. Auf dem Rücken oben sieht man noch einen einst festen Eisenstift, der einst einen Ring aufwies, an dem eine Kette den Band mit dem Lesepult verband, um ihn vor Diebstahl zu sichern und gleichzeitig dem Leser zur Verfügung zu stellen.
Pighius, Albertus. Controversiarum praecipuarum in comitijs Ratisponensibus tractatarum, et quibus nunc potissimum exagitatur Christi fides et religio, diligens, et luculenta explicatio. 4 nn., 283 num. Bl. 16,5 x 10,5 cm. Flexibles Pergament vom Ende des 17. Jh. (leicht angestaubt und gewellt, kleine Wurmspur auf dem Vorderumschlag) mit hs. RTitel. Paris, C. Guillard, 1549.
STC 351. Jöcher III, 1562. Vgl. Adams P 1183 (Ausgabe 1542). – Spätere Ausgabe. Autor ist der niederländische römisch-katholische Theologe Albertus Pighius (1490-1542) und "bekannter Widersacher Lutheri[s] ... Er war ein grosser Verfechter des römischen Stuhls, behauptete, daß Kayser und Könige auch in weltlichen Dingen ihre Gewalt vom Pabste hätten, und von demselben abgesetzt werden könnten" (Jöcher). – Titel im oberen Rand mit hs. Besitzvermerk. Gering gebräunt. Mit gestochenem Exlibris.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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